Muldestausee

Muldestausee

Sehenswertes

  • Mit der Flutung des ehemaligen "Tagebau Muldenstein" im Jahr 1975, begann die Aufforstung der aufgeschütteten Flächen mit Pappeln, Kiefern und Rubinien.
    Fischadlerhorst Ein besonderes Erlebnis ist die Beobachtung des Fischadlers im nordöstlichen Uferbereich des Muldestausses (Naturschutzgebietes "Tiefkippe Schlaitz").
  • Haus am See Das "Haus am See" ist ein vom Land Sachsen-Anhalt gefördertes Bildungsprojekt. Hier finden sich umfangreiche Informationen zum Thema Muldestausee. Ein "Highlight" ist die Webcam mit Sicht auf den Horst des Fischadlers Webseite - Haus am See.
  • Heide-Camp Schlaitz Am Ostufer entstand der Touristik- und Dauercampingplatz "Heide-Camp Schlaitz" Webseite - Heide-Camp.
  • Schachtbaude Die Schachtbaude wurde 1975 eröffnet. Es ist ein Restaurant, bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten und ein Braunkohletagebau-Freilichtmuseum Webseite - Schachtbaude.

Vollbild

Wissenswertes

  • Der Muldestausee befindet sich in Sachsen-Anhalt, östlich von Bitterfeld. Es ist einer von vielen Seen in der Umgebung und dient der Erholung. Hier kann man einfach auspannen, wandern, joggen, baden, angeln, zelten, segeln uvm..
  • Auch die Umgebung und die Geschichte des Mulde-Stausees hat Interessantes zu bieten. Auf der westlichen Seite liegt der Goitzschesee, östlich die Dübener Heide. Die Geschichte des Muldestausees begann bereits vor ca. 65 Millionen Jahren.
  • Bereits im frühen Tertiär war dieses Gebiet Sumpflandschaft. Durch Ablagerungen und Meereüberflutung bildete sich eine bis zu 30 Meter Braunkohleschicht und darüber eine bis zu 20 Meter Ton- und Sandschicht. Das geologische Profil zeigt Köhleflöße bis in 60 Meter Tiefe. Der Muldestausee ist bis zu 25 Meter tief. Obere Ton- und Sandschichten sind am Ostufer sichtbar.
  • Besiedelt war das Gebiet bereits vor ca. 120000 Jahren. Das belegt der Fund, des Skelettes, eines von Neandertaler erlegten Waldelefantes, im Braunkohletagebau Gröbern (5 Kilometer nordöstlich des Muldestausees), im Jahr 1987 und zu besichtigen im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (vgl. Schönlfeld et. al. 2009: 127; Landesmuseum für Vorgeschichte Halle 2018). Es befinden sich bronze- und eisenzeitliche Grabstätten in der Dübener Heide.
  • Ab 1952 erfolgte im "Tagebau Muldenstein" (heutiger Muldestausee) der Abbau von Braunkohle. Im Jahr 1975 wurde das Tagebaurestloch mit der Mulde gefluhtet. Mit der Umleitung der Mulde durch den ehemaligen "Tagebau Muldenstein" war der Weg frei für die Erschließung des "Tagebaues Goitzsche" (Großer Goitschesee).

Literaturverzeichnis:

  • Schönfeld, G.; Gränitz, F.; Porada, H. T. (2009): Bitterfeld und das untere Muldetal, 2., Aufl., Köln, Weimar, Wien: Böhlau.
  • Landesmuseum für Vorgeschichte (2018): Gröbern. „Url.: https://www.lda-lsa.de/de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/dauerausstellung/altsteinzeit/groebern/ [Stand 27.11.2018]“.